Tag 12&13

Dieser Tag begann für mich damit, dass ich mich endlich einmal ausschlafen konnte. Die meisten Personen aus unserer Gruppe wollten nach Agra zum Taj Mahal, ich jedoch blieb mit den anderen Burschen und Lisa zurück in Old Delhi, da wir keine 7-stündige Fahrt in Kauf nehmen wollten. Simon blieb als Betreuer mit uns zurück und wir machten einen gemütlichen Shoppingtag, wobei wir lange einfach nur in einem Roof-Top Cafe saßen. Der Tag war sehr angenehm und auch für unsere etwas kranken Schüler mit Sicherheit gesund.

Wir wussten, dass es die richtige Entscheidung gewesen war im Hotel zu bleiben, als wir hörten, dass die anderen im Stau stünden und schließlich achteinhalb Stunden gefahren waren. Ich schlief an diesem Tag relativ früh ein und hatte das Gefühl, dass ich nichts verpasst hatte.

Im Nachhinein hörte ich folgende Erzählungen: „Die Hinfahrt dauerte sage und schreibe dreieinhalb Stunden. Da die meisten schliefen, verging sie allerdings wie im Flug. In Agra angekommen, wurden wir direkt vor den Eingang des Taj Mahals gebracht, dass wir begutachteten. Grundsätzlich war es dort wie bei jeder größeren Sehenswürdigkeit. Ein Haufen Touristen aus aller Welt, ausgestattet mit Kameras, oder Smartphones, welche dazu benutzt wurden, um Frontalaufnahmen vom Taj Mahal zu machen, nur um sich kurz darauf ein paar Ansichtskarten zu kaufen, die genau das Gleiche abbildeten. Natürlich war auch die Selfi-Generation nicht weit. Diese ist daran erkennbar, dass die ihr angehörenden Menschen immer mit dem Rücken zur Sehenswürdigkeit stehen und einen Gesichtsausdruck haben, als würden sie bei 322,33km/h den Kopf aus dem Autofenster strecken. Der mittlerweile etwas verkrampft wirkende Selfigesichtsausdruck blieb vielen die Fahrt zurück über erhalten, da wir im Stau standen und es für 5 Stunden keine Toilette gab. Eine sogar für indische Verhältnisse heruntergekommene Autobahntoilette brachte die Erleichterung im wahrsten Sinne des Wortes. Alles in allem……….ein toller Tagesausflug.“

Der nächste Tag war unser letzter in Indien, den wir noch einmal mit Shopping und einem Abendessen am Roof-Top Cafe verbrachten. Ich bekam doch noch meinen Anzug und auch Herr Professor Vlaschitz durfte sich über ein ganz besonderes Unikat freuen.

 

Indien, ein Land mit vielen Gesichtern, Reichtum und Armut, unberührter Natur und verdreckter Stadtluft, mit grenzenloser Gastfreundschaft und immer noch vorhandenem Alltagsrassismus (Kastensystem). Eine für mich persönlich Augen-öffnende Reise, deren Eindrücke und Anblicke ich nie vergessen werde.

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